Wie Bitcoin deine Ersparnisse vor Inflation schützt.

Bestimmte Kryptowährungen, wie beispielsweise der Bitcoin, haben den Vorteil, dass sie nur durch voraussehbare Inflation beeinflusst werden, im Gegensatz zu unseren Währungen wie dem Euro. Wir erklären dir, wie Inflation entsteht, wie man sie bekämpfen kann und warum Kryptowährungen ein möglicher Schutz dagegen sein könnten.
Viele Menschen in Europa und weltweit spüren die Auswirkungen der Inflation – vielleicht auch du. Von Inflation oder Teuerung spricht man, wenn das Preisniveau für Waren und Dienstleistungen generell ansteigt. Wenn also etwa Lebensmittel, Benzin, Mieten, Krankenkassen teurer werden. Du merkst das, wenn du beispielsweise 500 Euro monatlich für deine Einkäufe bezahlt hast. Bei einer hohen Inflationsrate von 8 Prozent – wie das im Jahr 2022 der Fall war – kostet dich derselbe Einkauf schon 540 Euro.
Wir können uns weniger kaufen, weil unser Geld an Wert verliert. Lösungen gegen eine zu hohe Inflation also sind gefragt. Diskutiert werden in diesem Zusammenhang immer häufiger Kryptowährungen. Denn Kryptowährungen sind unabhängig vom aktuellen Geldsystem, werden also nicht von Staat und Zentralbank gesteuert und haben meist eine abschätzbare Inflation. Sie sind resistent gegen manipulierbare Inflation. Wieso das so ist? Schauen wir uns doch zuerst an, wie Inflation entstehen kann.
Heute haben die Europäische Union und die Europäische Zentralbank die Möglichkeit, die Geldmenge bei Bedarf zu erhöhen. Wenn die Geldmenge stark ausgeweitet wird, zirkuliert in der EU mehr Geld, als an Waren und Dienstleistungen in der Union produziert wird. Mit mehr Geld im Umlauf steigt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, was die Preise in die Höhe treibt und den Wert des Geldes verringert.
Gewollte tiefe Inflation
Was viele von uns nicht wissen ist, dass die Zentralbank mit ihrer Geldpolitik gewollt auf eine laufende stetige Inflation von zwei Prozent pro Jahr abzielt. Das wirkt sich positiv auf das Wirtschaftswachstum aus. Das heißt gleichzeitig aber auch, dass unser Geld jedes Jahr gewollt entwertet wird. Nun stell dir das vor, rein rechnerisch. Wenn du vor im Jahre 2000 100 Euro auf dein Sparkonto eingezahlt hast und die Inflation jedes Jahr zwei Prozent betrug, dann hat der gesparte Betrag im 2020 eine Kaufkraft von nur noch gut 67 Euro. Im Jahre 2040 haben die 100 Euro dann noch 45.29 Euro Wert. Und wenn die Inflationsrate weiter ansteigt – dann wird es vielleicht im Alter noch viel weniger Wert haben.
Inflationsrate steigt
In der Europäischen Union ist die Inflationsrate in den letzten zwei Jahren deutlich über das angestrebte Ziel von 2 % gestiegen. Im Jahr 2022 lag die Inflation außergewöhnlich hoch bei 8,6 %. Eine Inflationsrate auf diesem Niveau bedeutet, dass Geld mit der Zeit schnell an Kaufkraft verliert, was zu einer erheblichen Entwertung des Einkommens führt. Dadurch schwächen sich sowohl die Konsum- als auch die Investitionsnachfrage ab, da die Menschen weniger Kaufkraft haben und sich weniger leisten können. Sehen wir uns die theoretische Berechnung noch einmal an, diesmal mit 8 % Inflation: Sie legen heute 1.000 Euro auf Ihr Sparkonto. Bei einer jährlichen Inflationsrate von 8 % sinkt die Kaufkraft Ihrer Ersparnisse nach 20 Jahren auf nur noch 188,69 Euro.
Aus diesem Grund versuchen Zentralbanken, eine zu hohe Inflation wieder zu senken. Eines ihrer Werkzeuge ist das Anheben des
. Das bedeutet, dass Kredite teurer werden und weniger neues Geld geliehen wird. Alle, die einen Kredit oder eine Hypothek haben, müssen dafür höhere Zinsen zahlen. Könnten sie diese Raten nicht mehr zurückzahlen, würde das die Banken schwächen und das wiederum könnte zu einer Finanzkrise führen. Daher sind Entscheidungen zum Leitzins seitens der EZB immer sehr genau abzuwägen.Kryptowährungen bieten die Chance, eine Entwertung zu verhindern. Sie werden dezentral von einer Gemeinschaft aus Nutzern verwaltet. Zudem ist die Gesamtmenge für die bekanntesten Kryptowährungen wie etwa Bitcoin begrenzt und man sieht genau, wann noch wie viele Bitcoins geschürft werden. Ihre Menge kann somit nicht von einer zentralen Stelle beliebig erhöht werden, wie das in unserem aktuellen Geldsystem geschieht. Die Knappheit der Bitcoins ist sozusagen bereits transparent und unveränderlich vorprogrammiert, was eine Inflation praktisch zu 100% berechenbar macht.
Du siehst, Kryptowährungen haben viel Potenzial als Inflations-Absicherung. Allerdings muss man auch bedenken, dass sie vielen Preisschwankungen ausgesetzt sind und womöglich noch mehr reguliert werden müssen. Die Diskussionen werden geführt. Auf welche Geldsysteme wir in Zukunft vertrauen werden, das können wir heute nicht sagen. Auf alle Fälle ermöglichen uns Kryptowährungen, das Thema Werterhalt des Geldes neu zu durchdenken.
5,6 Milliarden Deutsche Mark kostete vor 100 Jahren - im November 1923 – ein Kilogramm Brot in Deutschland. Schuld daran waren der Weltkrieg und die Rekord-Hyperinflation. Das Geld war nichts mehr wert.
Quellen und weiterführende Literatur:
- Eurostat: https://ec.europa.eu/eurostat/web/hicp
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